[Review Nr. 9] – Asterix: Zank um den Trank

Der Name Asterix macht mich immer sofort neugierig. Wenn der kleine Comic-Gallier in einem Brettspiel auftaucht, mache ich mich eigentlich immer sofort schlau über das Spiel. Als ich Asterix: Zank um den Trank zwischen den anderen Kosmos-Frühjahrsneuheiten im örtlichen Brettspiel-Laden sah war ich daher sehr verwundert, dass ich noch garnichts von dem Spiel gehört hatte. Selbst das sonst so verlässliche Boardgamegeek konnte nicht weiterhelfen, denn weder zum Spiel, noch zum Autor gab es – und gibt es übrigens immernoch nicht – einen Eintrag. Für 5€ hab ich dann aber einfach mal blind zugeschlagen.

Asterix: Zank um den Trank ist ein kleines Familienspiel ab 8 Jahren, dass vom Verlag sogar als Kinderspiel einsortiert wird. Dementsprechend einfach und schnell verstanden sind die gut strukturierten Regeln. Das Spiel besteht aus 30 kleinen Personenplättchen, 18 größeren Aktions-Plättchen und einem Miraculix-Pappaufsteller.

Thematisch finden wir uns in einer Szene wie aus dem Asterix-Film „Operation Hinkelstein“ wieder. Miraculix hat mal wieder einen Hinkelstein auf den Kopf bekommen und kann daher nicht mehr zwischen Freund und Feind unterscheiden. Daher versuchen sich Römer und Piraten unter die Gallier zu mischen, die sich aufgereiht haben und auf ihre Ration Zaubertrank warten.

Die Warteschlange besteht dabei immer aus 5 Plättchen. Die Spieler wählen in ihrem Zug jeweils 1 von 2 Aktionsplättchen aus, mit dem sie z.B. die Reihenfolge der Plättchen in der Warteschlange oder die Position von Miraculix verändern. Danach gibt Miraculix Zaubertrank an die Person direkt vor ihm aus und der Spieler nimmt das Plättchen in seine Auslage. Piraten und Römer bringen dabei natürlich Minuspunkte, Gallier und ihre Freunde bringen Pluspunkte. Obelix spielt dabei wie immer eine Sonderrolle, denn er darf ja bekanntlich keinen Zaubertrank mehr trinken.

Die Aktionsplättchen bringen dabei die verschiedensten Aktionen. Neben den bereits genannten, kann man z.B. auch Gegner aussetzen lassen, den Mitspielern Plättchen klauen oder gleich die ganze Auslage tauschen. Da man aber immer nur 2 Aktionen zur Auswahl hat und die Plättchen in der Warteschlange zufällig aufgefüllt werden ist der Glücksfaktor natürlich enorm groß. Das stört mich aber überhaupt nicht, denn gerade diese Unvorhersehbarkeit gepaart mit dem typischen Asterix-Humor sorgt im Spiel immer wieder für Lacher am Tisch. Wer die Comics gelesen hat, wird sich auch über bekannte Illustrationen freuen, denn die sind z.T. eins zu eins übernommen worden.

Durch die begrenzte Anzahl der Aktionsplättchen, kennt man das Spiel natürlich ziemlich schnell. Nach 1 oder 2 schnellen Runden will man dann meistens doch etwas anderes spielen. Da aber Asterix als Thema nahezu bei jedem gute Erinnerungen auslöst, hat man neue Mitspieler schnell überzeugt mitzuspielen und gerade in der ersten Partie, wenn man noch nicht alle Aktionen kennt, ist die Freude meistens groß. Letztendlich ist es aber das gelungene Thema, das die begrenzte Spielemechanik trägt.

Negativ anmerken muss ich die Verpackung des Spiels. Eine kleine Kartenspiel-Packung hätte völlig ausgereicht. In der „großen“ Schachtel rutscht das Material leider so sehr hin und her, dass ich mir inzwischen selbst ein kleines Inlay gebastelt habe.

Fazit: Asterix: Zank um den Trank ist ein flott gespieltes Spiel mit dem man insbesondere Gelegenheitsspieler hervorragend an den Spieletisch locken kann und das schnell für gute Laune sorgt. Der Wiederspielreiz ist jedoch begrenzt und das Spiel wird danach wohl eher selten zur Auflockerung bei einem Spieleabend herausgeholt. Jedem der Asterix mag kann ich das Spiel aber trotzdem nur empfehlen: Für kleines Geld bekommt man hier ein lustiges kleines Spiel mit dem man seine Freude haben wird.

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